Nach Hannas Verschwinden hat Michael noch eine Zeit lang Schuldgefühle, die allerdings nach einer Weile verschwinden. Michael macht danach sein Abitur und beginnt ein Studium, bei welchem er an einem Jura-Seminar teilnimmt, das einen KZ-Prozess im Frühjahr begleiten soll. Als der Verhandlungsprozess beginnt, erkennt Michael von hinten Hanna, als eine der Angeklagten. Sie wird dann vernommen und man erfährt von ihrer SS-Vergangenheit. Michael erkennt, dass er keine Gefühle mehr für Hanna hat und dass er den Prozess und ihre Haft als natürlich und richtig empfindet und nimmt an allen Verhandlungstagen teil, im Gegensatz zu den anderen Stundenten.

Hannas Antrag auf Aufhebung des Haftbefehls wird vom Gericht abgelehnt. Der erste Hauptanklagepunkt gegen die fünf Frauen war die Selektion im Lager Krakau für die Vernichtung im KZ Auschwitz. Der zweite Hauptanklagepunkt war der Tod von mehreren hundert Gefangenen auf dem Zug, die bei einem Brand in einer Kirche eingesperrt waren und von den Angeklagten Frauen bewacht wurden. Beweismittel gegen die Angeklagten sind zwei Überlebende Frauen der Bombennacht.

Hanna zieht danach ihre Aussage, sie habe den Schlüssel zur Kirche gehabt, zurück, gibt aber bei der Vernehmung als einzige der Angeklagten ihre Beteiligung an den Selektionen zu. Zudem wird sie noch zu “ihren Schützlingen” befragt und die überlebende Tochter sagt aus, dass die „Schützlinge“, Hanna vorlesen mussten. Daraufhin kommt es zum einzigen Blickkontakt zwischen Hanna und Michael.

Das Buch, welches die Tochter über ihre Zeit im Lager und der Bombennacht verfasst hat, liegt allen Prozessteilnehmern vor. Ein SS-Bericht über die Geschehnisse in jener Nacht belastet eine Angeklagte, die außer Hanna dessen Richtigkeit leugnet. Danach wird Hanna vorgeworfen, sie habe den Bericht geschrieben. Sie sagt aber, dass er aus gemeinsamen Überlegungen entstanden sei. Als aber, um die Urheberschaft des Berichts zu prüfen, Hanna eine Schriftprobe machen soll, gibt sie zu den Bericht allein geschrieben zu haben. Als Michael darüber nachdenkt, wird ihm klar, dass seine frühere Geliebte Analphabetin ist und sie aus Scham Verbrechen zugegeben hat, die sie in der Form gar nicht begangen hat.

Hanna gilt nun fortan als Führerin der Angeklagten in der Bombennacht und nach dem Hanna dieses Geständnis abgelegt hat, gibt sie ihre Verteidigung auf. Michael überlegt dem Richter über Hannas Analphabetismus zu informieren und wird durch dieses Wissen vom Zuschauer zum Mitentscheider im Prozess. Michael sucht Rat bei seinem Vater, wie er sich denn mit dem Wissen über Hanna verhalten soll und entscheidet sich nicht mit dem Richter zu reden.

Während die Verhandlung zwei Wochen nach Israel verlegt werden muss, überkommen Michael ständig Erinnerungen von seiner Affäre mit Hanna und Fantasien von Hanna in Krakau als skrupellose Täterin. Mit mehreren Besuchen im elsässischen KZ Struthof möchte Michael seine Klischee über die NS-Zeit austreiben.

Schlussendlich sucht Michael doch das Gespräch mit dem Richter, doch während des Gesprächs kommt der Analphabetismus gar nicht zur Sprache und Michael ärgert sich, nicht den Mut zu haben mit Hanna selber über den Analphabetismus anzusprechen.

Am Tag der Urteilsverkündung erscheint Hanna in Kleidung, die an eine SS-Uniform erinnert. Als Hanna dann zu lebenslänglicher Haft verurteilt wird, nimmt sie es ohne jegliche äußere Anzeichen von Erregung entgegen. Michael sucht den Blick von Hanna, doch sie schaut durch alles hindurch.