Nach Hannas Verurteilung ist Michael sehr in sich gekehrt. Er verbringt das Sommersemester im Lesesaal und zieht zu Hause aus. An Weihnachten fährt er aber mit Freunden auf eine Skihütte, wo er Gertrud kennenlernt. 1969 beginnt Michael dann sein Referendariat und heiratet im selben Jahr Gertrud, da sie ein Kind von ihm erwartet, ein Mädchen namens Julia. Von Hanna erzählt Michael Gertrud nichts. Nach fünf Jahren Ehe erfolgt im Jahr 1973/ 74 die Scheidung, was, wie Michael denkt, für die kleine fünfjährige Julia Folgen hat.

Nach seinem Referendariat findet er nur schwer einen juristischen Beruf, zunächst arbeitet Michael bei einen Professor für Rechtsgeschichte, später forscht er selber über Rechtsgeschichte der Aufklärung an einem Institut.

Seitdem Hanna 8 Jahre in Haft ist, beginnt er Bücher für sie auf Kassetten aufzunehmen, fügt aber nie eine persönliche Bemerkung hinzu. Nachdem Michael Hanna schon vier Jahre lang Kassetten aufnimmt, schreibt Hanna ihm zum ersten Mal, mit viel Mühe, einen kurzen Brief.

Nach neun Jahren Kontakt, seit Hanna im Gefängnis ist, erhält Michael einen Brief der Gefängnisleiterin, der  Hannas Haftentlassung im nächsten Jahr ankündigt. Ebenfalls soll Michael eine Wohnung, sowie Arbeit für Hanna suchen und sie im Gefängnis besuchen. Nachdem er aus Angst nicht kommt, ruft ihn die Leiterin, eine Woche vor Entlassung an, um Hanna zu besuchen.

Für Michael ist es das erste Mal überhaupt, ein Gefängnis zu betreten. Er trifft Hanna auf einer Bank im Außengelände und er spürt nun eine gewisse Abneigung gegenüber Hanna und realisiert auch das Hanna nicht mehr als eine kleine Nische seines Lebens ist.

Eine Woche nach dem Besuch, richtet Michael nervös und angespannt, Hannas Wohnung ein, während dessen verarbeitet er das Gespräch mit Hanna und es kommen ihm alte Schuldgefühle hoch.

Als Michael am nächsten Tag Hanna abholen will, erfährt er, dass Hanna sich umgebracht hat. Die Gefängnisleiterin führt Michael in Hannas Zelle, wo er Literatur über KZ, Gedichte und einen Zeitungsfoto von seiner Abiturfeier (1962) findet. Er erfährt, dass Hanna stets auf einen Brief gehofft hat und das er ihr Vermächtnis von 7000 DM, an die überlebende Tochter des Brandes 1945, übergeben soll. Vor ihrem Totenbett erblickt Michael das junge Gesicht von Hanna in ihrem alten, wie bei einem alten Ehepaar.

Im Herbst nach Hannas Tod reist Michael nach New York, um Hannas Vermächtnis zu erfüllen. Als er sich jedoch die überlebenden Tochter das Geld nicht annehmen will, da sie Hanna nicht vergeben will und kann, spendet Michael das Geld an eine jüdische Stiftung gegen Analphabetismus.

Michael hat nur ein einziges Mal das Grab von Hanna besucht, doch etliche Fragen und Schuldgefühle haben ihn nie in Ruhe gelassen.