“Bewerbung”

Vor Kriegsbeginn herrschten angesichts der Bewerbung zur KZ-Aufseherin strenge Auswahlkriterien wie zum Beispiel das Aussehen, die politische Überzeugung und die körperliche Verfassung. Während des Krieges jedoch konnte sich aufgrund des Personalmangels in den Konzentrationslagern beinahe jeder bewerben.

Das Arbeitsamt warb und schrieb viele Frauen an, und man wurde mit leichteren Arbeitsbedingungen und höheren Löhnen angelockt, weshalb sich auch viele Frauen freiwillig als KZ-Aufseherinnen bewarben.

Aufgaben

Die Aufgaben der Aufseherinnen im Konzentrationslager waren neben der Schikanschikanierung, der Bewachung und der Versorgung der Häftlinge vor allem auch die sogenannten Selektionen, die es so in ihrer Art und Weise ab 1942 gab. Die Aufseherinnen mussten dabei entscheiden, welche KZ-Häftlinge von den restlichen getrennt werden, um sie anschließend in den Tod zu schicken. Jedoch wurde hier anstatt des Kriteriums der Arbeitsfähigkeit oftmals nach Sympathien und Launen der Aufseherinnen entschieden, wer auf die sogenannte “Todesliste” kam.

Beitragsbildquelle: https://www.meinbezirk.at/grieskirchen-eferding/c-lokales/traumberuf-kz-aufseherin-psychogramm-einer-grieskirchner-verbrecher-karriere_a1992326#gallery=default&pid=15779427 [Stand: 23.5.2019, 10:17 Uhr]