Die Filmanalyse ist in Einleitung, Hauptteil und Schluss gegliedert. In der Einleitung werden die Grundinformationen aufgezählt, also: Autor des Buches/Drehbuchautor, Erscheinungsjahr, Sprache des Films, Dauer, Altersfreigabe/Zielgruppe, Genre, Thema (in max. 2 Sätzen) und die Inhaltsangabe. Im Hauptteil werden Bild, Kamera, Musik, Ton, Licht, Charaktere, Schauplätze und Kostüme analysiert. Zum Schluss werden kritische Fragen gestellt und man zieht ein Fazit, ob der Film dem Genre gerecht wird, die Handlung originell oder ordinär war, ob es eine realistische Story war und ob die Erwartungen erfüllt wurden.  


Die Hauptbestandteile einer Filmanalyse sind eine Inhaltsanalyse, eine Figurenanalyse und die Analyse der filmischen Gestaltungsmittel. In der Inhaltsanalyse wird die Genre Zuordnung und die Zielgruppen Zuordnung vorgenommen und eine Inhaltsangabe verfasst.
In der Figurenanalyse  werden die Figuren vorgestellt. Man charakterisiert und bewertet ihre Ausdrucksform, ihr Auftreten und ihr Aussehen. Manche Figuren sprechen einen Dialekt oder verwenden hauptsächlich Jugendsprache. Das alles muss bei der Figurenanalyse beachtet werden.Die Figuren in einem Film unterscheidet man in Protagonisten  und Nebenrollen. Der Protagonist ist die Hauptperson, um ihn dreht sich der Film, während die Nebenrollen die Handlung des Filmes mitgestalten ohne selbst in den Mittelpunkt zu geraten. In manchen Filmen gibt es noch einen Antagonisten, den Gegenspieler des Protagonisten (z.B.: Superschurke als Gegner vom Superheld). Die Aufgabe der Figuren ist es den Zuschauer emotional in den Film einzubeziehen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die Charaktere: Mehrdimensionale Charaktere besitzen viele verschiedene Eigenschaften, man kann sie nicht direkt als “nur gut” oder “nur böse” zuordnen, dagegen besitzt eine Figur mit einem Eindimensionalen Charakter wenige Eigenschaften und ist eindeutig “gut oder böse” zuzuordnen. Um die Figur zu charakterisieren muss man sowohl das beachten, was die Figur über sich selbst sagt (sogenannte Selbstcharakterisierung), als auch was andere über die Figur sagen (sogenannte Fremdcharakterisierung). Zudem wird die Figur durch Kameraführung und Licht auf eine bestimmte Weise dargestellt (sogenannte Erzähler.Charakterisierung). Als Fazit könnte man darauf eingehen, ob die Figur eine Veränderung durchläuft, also beispielsweise ihre Einstellung ändert oder in ihrer Persönlichkeit wächst. Solche Figuren sind “dynamisch”. Durchläuft die Figur keine Veränderung von Beginn bis zum Ende des Films ist sie “statisch”.
In die Analyse der filmischen Gestaltungsmittel fließen Bild, Ton, Schnitt und Montage ein. Was man dort beachten muss könnt ihr in den einzelnen Beiträgen nachlesen.

Nun zum Vorgehen bei einer Filmanalyse. Als erster Schritt wird eine Inhaltsbeschreibung gemacht, dann die Fragestellung bzw. die Problematisierung erkannt. Anschließend wird eine Bestandsaufnahme mit einer Sequenz Beschreibung erstellt. Der nächste Schritt ist die Analyse und Interpretation unter Einbeziehung des historisch-gesellschaftlichen Kontexts, also wichtige historische Ereignisse die für den Film relevant sind, beispielsweise der Holocaust. Anschließend werden die wichtigsten Informationen noch einmal zusammengefasst. Bei einzelnen Szenen, die besonders Interessant und auffällig sind, können noch Einstellungen, Kameraperspektive, Kamerabewegung, Licht, Ton und Montage analysiert werden.


Zusammenfassend kann man sagen, dass die Filmanalyse sich aus vielen einzelnen Themenbereichen zusammensetzt und in viele Unterthemen aufteilbar ist. Eine Übersicht zum Thema Filmanalyse findet ihr als Merkzettel auf unserem Blog.