Das Konzentrationslager war von Mai 1941 bis November 1945 im französischen Elsass aktiv. In der Zeit waren insgesamt zwischen 20 000 und 25 000 Insassen inhaftiert. Es war ein Straf – und Arbeitslager der Nationalsozialisten. Natzweiler war ein NN – Lager („Nacht- und Nebel – Lager), d. h. die Häftlinge des KZ’s sollten einfach spurlos verschwinden.

Das Lager wurde in verschiedenen Terrassen angelegt, an der Seite war eine Grube für die Asche der Verbrannten Leichen ausgegraben wurden. Die Arbeit der Häftlinge bezog sich größten teils auf den nahegelegen Steinbruch, sie sollten daraus Material gewinnen, aber es gab auch andere Arbeit, wie Straßen-, Lager- und Wasserleitungsbau, sowie die Arbeit in einer Weberei oder in einer Reparaturwerkstätte.

In Natzweiler wurden die Häftlinge nicht nur als sie noch lebten ausgenutzt, sie wurden auch als Leichen noch später missbraucht. Im Krematorium des KZ’s war außer dem Brennofen noch ein extra Raum mit Tonuren und einem Seziertisch untergebracht. Der Professor August Hirt (1898 – 1945) hat dort an den Leichen der Häftlingen experimentiert und an lebenden Insassen hat er Experimente mit Senfgas durchgeführt.

Die Asche der Häftling konnten später die Angehörigen für viel Geld „freikaufen“, doch meist war es nicht die Asche des verstorbenen Angehörigen oder sie wurde nie herausgegeben.

Am Ende des KZ’s wurden Freiheitskämpfer des nahegelegenen Dorfes, welche sich den Nazi’s wieder setzten, nicht erst hoch gehängt oder anderweitig ermordet, sondern lebendig in den Verbrennungsofen gestoßen.

Beitragsbildquelle:

http://www.kz-gedenkstaette-hailfingen-tailfingen.de/php/3.2_natzweiler.php